Licht und Wärme – Feuer machen

Das A und O, um unter den widrigsten Bedingungen in der Wildnis zu überleben ist und bleibt Feuer. Irgendwann ist der Körper ausgekühlt, die Kleidung wärmt nicht mehr (weil durchnässt oder/und defekt) und zur Trinkwassergewinnung muss das Wasser abgekocht werden.

Welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, um auch im Notfall einen Feuererzeuger parat zu haben findet Ihr in folgenden Video von vranger (Joe Vogel) auf Youtube:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=cwKHSukS-ms&feature=feedu]

Ich beschreibe hier kurz das Feuer-machen mit Hilfe eines handelsüblichen Feuerstahls und Kiefernholz.

(Joe Vogel hat viel Praktische (!) Erfahrung – seine Bücher, Kurse und sein Youtube Kanal sind auf jeden Fall einen Blick wert!)

Das passende Holz ist entscheidend. Es sollte natürlich trocken sein. Frischholz eignet sich bekanntermaßen nur bedingt als Brennstoff. Das Holz hat idealerweise kleinere Harzeinschlüsse bzw. Öle. Da keine Birke aufzufinden war, wurde in diesem Fall Kiefer genutzt. Vorteil: kleinere Harzeinschlüsse fördern die Flamme.

Es hatte zuvor geregnet – dennoch waren die Bedingungen einigermaßen gut zum Feuermachen, wenn man vom Worst Case ausgeht: Regen, niedrige Temperaturen und starker Wind.

Das Holz wurde in 5 verschieden Große Stücke zerkleinert:

1. „Holzmehl“ – mit einem Messer durch einfaches Abschaben zu gewinnen. Dauert etwas länger – Wichtig: Vor Wind schützen – Bei Magnesiumfeuerstartern kann das reine Magnesium als Zunder genutzt werden

2. „Schnipselchen“ – durch einfaches Abschnitzen zu erzeugen. Es bilden sich kleine Löckchen „Holzmehl“ und „Holzschnipselchen“ werden zusammen geworfen und aufgehäuft.

3. mittelere Stücken in etwa 1-2 cm große Stücke werden daneben zu einem zweiten Häufchen aufgehäuft.

4. Große Stückchen werden durch Spalten des Holzes erzeugt

5. Danach folgt das eigentliche Brennholz vom Ästchen bis hin zum Holzscheid.

Der Feuerstahl wird am Rande des Zunderhäufchens angesetzt. Der Messerschneide -Rücken (in diesem Fall das Sägeblatt einer Eisensäge) wird nun gleichmäßig über den Feuerstahl gezogen. Und schon spritzen die Funken in den Zunderhaufen und entzünden diesen. Anschließend schnell größeren Brennstoff nachlegen und etwas pusten. Nach weniger als 5 Minuten hat man ein stattliches Feuer

Und schon kann Wasser abgekocht werden. In diesem Fall wurden junge Tannentriebe als „Tannennadel-Tee“ genutzt.

Cheers!

Das Feuermachen sollte regelmäßig geübt werden. Joe Vogel hat fast wie in Absprache dazu das oben gezeigte Filmchen gedreht. Im übrigen wurden Feuerstahle, Feuerzeug und Streichhölzer vorher ins Wasser geworfen.

copyright by paragreen

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.