Überqueren von Gewässern 2 – „Zeltbahnenpaket“

Früher oder später liegt auf einer Marschstrecke vielleicht ein Gewässer (Fluss, See) welches aus taktischen Gründen nicht umgangen werden kann.

Also rein ins Nass und rüber.

Damit der Rucksackinhalt trocken bleibt, baut man sich für die Überquerung idealerweise ein sogenanntes Zeltbahnenpaket (Weil der Rucksack ürsprünglich in eine Zeltbahn eingewickelt wurde). Hier also eine grobe Anleitung, um den Rucksack schwimmen zu lassen.

Wir nutzen einen einfachen BW-Poncho als „Zeltbahn“ zum Einwickeln des Rucksacks. Der Poncho ist 100% Wasserundurchlässig (außer er hat Löcher…)

Die Kaputze müssen wir entsprechend abdichten.

Dazu drehen wir die Kaputze ein, falten sie um und fixieren sie mit der Kaputzenschnürung.

Rucksack in die Mitte des Ponchos legen. Wer seine 1st Linie nicht mit zum Baden nehmen will, der sollte Stiefel, Feldanzug, etc. neben den Rucksack „einarbeiten“. Waffe und 2nd Linie werden auf das Paket gelegt und natürlich nicht eingepackt. Wer will, kann den Poncho mit der „Hüftschnur“ am Rucksack fixieren.

Jetzt falten wir den Poncho zur Mitte und fixieren knüpfen den Poncho mit den Druckknöpfen zu, so dass wir einen Schlauch haben.

Oben und unten einschlagen.

Anschließend drehen wir die Kanten ineinander ein. Das gibt dem Paket mehr Stabilität und verhinder das Eindringen von Wasser.

Jetzt wird die Feldflasche mit Pi-Schnur/Paracord am Poncho festgebunden. Falls der Rucksack doch untergeht, ist dieser durch die Feldflache als Boje leicht wieder aufzufinden. Man kann diese mehrmals um das Paket wickeln, was dem Paket mehr Stabilität gibt. Idealerweise wird die Schnur direkt am Rucksack befestigt. Nicht vergessen die Tiefe des Gewässers abzuschätzen und somit entsprechend viel Schnur lose zu lassen.

Man kann jetzt noch den Rucksacküberzug über das Packet stülpen.

Ab ins Wasser…

Das Paket sollte im Idealfall richtigen Auftrieb erzeugen. Man kann gut 1/3 seines Gewichtes auf den Rucksack stützen. Waffen und 2nd Line sollten ebenfalls mit Schnur gesichert werden und liegen auf dem Zeltbahnenpaket.

Bei Gewässern mit starker Strömung und Gefahrenstellen sollte ein einfacher Seilsteg gebaut werden und entsprechend Kameraden als Rettungsschwimmer fungieren. Mehr dazu hier: Überqueren von Gewässern 1

In „Überqueren von Gewässern Teil 3“ wird gezeigt, wie man Trockenen Fußes per „Commando Crawl“ oder Seilrutsche über das Gewässer/Hindernis kommt.

Anschließend ab zum nächsten RV

Ich übernehme keine Verantwortung für eventuelle psychische oder Physische Schäden. Ausführen auf eigene Gefahr unter Achtung des jeweils geltenden Rechts.

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