Winterzeit – Trainingspause?

Langsam wird es kälter und ungemütlicher draußen (sollte es zu mindestens werden).

Die meisten Tiere haben sich eine Fettschicht für den Winter zugelegt, Nahrungsvorräte angelegt oder halten sogar einen Winterschlaf. Andere verbringen die Zeit im wärmenden Süden am Äquator.

Nun ja, wir haben eine nette Kälteschutzjacke (Carinthia hat erst kürzlich einen neuen Katalog veröffentlicht), Essen gibt´s im Überfluss im Supermarkt und auch auf Sommerfrüchte müssen wir nicht verzichten.Winterschlaf?! Vielen ist Weihnachtszeit als stressigste und ereignisreichste Zeit im Jahr geblieben.

Das entspricht aber nicht unbedingt unserer inneren Uhr und auch nicht der Natur. Warum also nicht mal für 2 Monate herunterfahren?

2 Monate Nichts-Tun geht nicht und ist auch nicht wirklich ratsam. Aber wie wäre es mit 2 Monaten Trainingsreduzierung bzw. Trainingspause?

In dieser Zeit kann der Körper regenerieren, mögliche Verletzungen, die man immer weiter chronisch mit sich herumgeschleppt hat, haben Zeit auszuheilen. Die Muskeln, Knochen und Sehnen haben eine Auszeit.

Psychologisch bringt die Pause auch etwas. Der Alltägliche Trainingsplan und Sporttrott ist vorbei. Nach der Pause freut man sich wie ein Kleinkind auf das sonst so alltägliche und erdrückende Training. Man kann neue Impulse setzen und erneut an sich arbeiten.

Aber: natürlich wird man in der Zeit Muskelmasse verlieren und es wird mit Sicherheit etwas mehr Fett auf den Hüften sitzen. Man wird nicht gleich wieder mit dem Maximalgewicht beim Bankdrücken starten können und Traumzeiten laufen oder neue Crossfit Rekorde aufstellen. Auch der Schweinehund wird wieder größer sein.

Die Trainingspause ist es aber Wert, um körperlich zu regenerieren und psychisch neu zu starten.

Also doch ein Rückschritt?

Nein! Was man ordentlich antrainiert hat, wird einem erhalten bleiben. Basisfitness bleibt! Wer nachhaltig Trainiert wird in 2 Monaten wenig an „Stärke“ verlieren. Wer sich seine Muskeln schnell hochgezüchtet hat, wird sie ebenso schnell wieder los sein. Man sieht die wirklichen Früchte seiner Arbeit – oder ob man doch etwas nachhaltiger Trainieren sollte.

Der Start nach der Trainingspause wird schwer sein und es kostet wieder Überwindung (Der Schweinehund muss erneut um die Ecke gebracht werden). Hier zeigt sich, ob die Willenskraft sich zu quälen und neu zu starten noch vorhanden ist.

Außerdem bedeutet eine pause nicht zwangsläufig ein Einstellen der kompletten Aktivität. Liegestütze, Situps, Klimmzüge  – der sporadische Kompanielauf oder der „Kopf-freibekommen-Jogg“ fallen nicht darunter. Man kann aber einfach mal langsamer machen, den zwang zur Höchstleistung abschalten und einen Tag auch ohne „Workout of the day“ ausklingen lassen.

Stew Smith geht sogar soweit es fest in seinen Trainingsplan einzubauen. 1-3 Monate im Jahr einfach mal herunterzufahren, das bisschen Bauchfett, Bauchfett sein zu lassen und sich auf den Tag der Wiederaufnahme zu freuen.

Als Pausenzeit bietet sich übrigens die Zeit vor den Weihnachtsbraten und Plätzchen an. (Oktober/November/Dezember) Selbst im Einsatz ist man nicht davor bewahrt. Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Pünktlich zu Weihnachten oder dem Neuen Jahr bzw. am Ende der Weihnachtsfeierlichkeiten (welche ja fast schon Global mit Heilig Drei Königen enden) kann man also seine Laufschuhe wieder fester schnüren und die Hantelstange schwerer beladen.

In diesem Sinne: Eine ruhige Vorweihnachtszeit.

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